Energieverbrauchsausweise in Berlin und Brandenburg


Verbrauchsausweise


Der Verbrauchsausweis dokumentiert den witterungsbereinigten Brennstoffverbrauch der letzten 3 Jahre und setzt diesen Verbrauch in Relation zur Gebäudegröße. Durch ihn wird eine schnelle Verbreitung des Energieausweises ermöglicht, da er ohne großen Aufwand erstellt werden kann. Aber trotz aller Bemühungen um Neutralität: Die energetischen Qualität der Gebäudehülle und der Anlagentechnik kann damit nicht real beurteilt werden, da der Verbrauchsausweis in hohem Maße das Nutzerverhalten berücksichtigt. Es ist z.B. offenkundig, daß ein Gebäude mit hoher Belegungsquote und einem hohen Warmwasserverbrauch (z.B. kinderrreiche Familien) völlig andere Verbrauchswerte hervorruft, als ein baugleiches, aber weniger stark frequentiertes Gebäude. Unterschiede von über 100% sind keine Ausnahme. Nehmen wir an, Sie möchten ein Einfamilienhaus mieten und der Vermieter präsentiert Ihnen den Verbrauch des Vormieters, dessen Lebenssituation Sie nicht kennen. Welche Aussagekraft hätten dieser Verbrauchsausweis für Sie?

Der Gesetzgeber sieht den Verbrauchsausweis somit vorrangig für größere Wohneinheiten vor, die ein gemischtes Nutzerverhalten aufweisen sowie für Gewerbeimmobilien. Als Mietinteressent oder Käufer sollte man die zu Grunde liegenden Angaben jedoch kritisch hinterfragen, denn es werden z.B. keine Leerstände ausgewiesen. Sie werden zwar rechnerisch berücksichtigt, sind aber in der Praxis weder für den Aussteller noch für den zukünftigen Mieter bzw. Erwerber in irgendeiner Weise nachprüfbar. Für den Eigentümer stellt sich somit die Frage, ob der Verbrauchsausweis neben der Erfüllung von Rechtsvorschriften tatsächlich ein wirtschaftliches Argument darstellt. Abrechnungsstatistiken können einem Interessenten auch unabhängig vom Energieausweis vorgelegt werden.

Eine Alternative zu den Unzulänglichkeiten des Verbrauchsausweises stellt der bedarfsorientierte Energieausweis dar.

Verbrauchsausweis - Wohngebäude

Besitzer von Gebäuden bis bis zu vier Wohneinheiten, deren Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde, können seit dem 01.10.2008 ohnehin nur noch den aussagefähigeren Bedarfsausweis erlangen. Ausnahme: Das Gebäude entspricht nachweislich den Mindestanforderungen der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977.


Verbrauchsausweis - Nichtwohngebäude

Der Gesetzgeber sieht keine Einschränkungen für Verbrauchsausweise bei den Nichtwohngebäuden vor. Im Gegensatz zu den Wohngebäuden fließt aber auch der Stromverbrauch (eingebaute Beleuchtung, ggf. auch Lüftung und Klimatisierung) in die Bewertung ein, der entsprechend seiner Verwendung klassifizierbar sein muß.

Den Verbrauchsausweis für Nichtwohngebäude können wir Ihnen je nach Größe und Ausstattung des Gebäudes ab 149,00 Euro zzgl. Fahrtkostenpauschale zur Verfügung stellen.


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